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Fördermittelbescheid für den touristischen Aufbau der Königspfalz Helfta

Staatsminister und Minister für Kultur Rainer Robra hat heute der Lutherstadt Eisleben einen Förderbescheid über rund 8,5 Millionen Euro aus Bundes- und Landesmitteln des Investitionsgesetzes Kohleregion für die touristische Entwicklung und Attraktivierung der Königspfalz Helfta überreicht.

Ziel des Vorhabens ist die Sichtbarmachung der Forschungsstätte sowie der Aufbau eines Informationsortes, an dem Archäologie erlebbar wird.

Staatsminister Robra würdigte die Königspfalz Helfta als ein bedeutsames archäologisches Erbe sowie „als Anziehungspunkt regionaler Identität und Wissensvermittlung“. Zugleich steht das Vorhaben für die Chancen des Strukturwandels in Mansfeld-Südharz, in dem Geschichte, kulturelles Potenzial und neue Wertschöpfungsperspektiven miteinander verbunden werden. „Mit der touristischen Entwicklung entsteht ein Erlebnisort, der Geschichte sichtbar macht und attraktive Angebote für Besucherinnen und Besucher schafft“, so Robra abschließend.

Neben einem Aussichtsturm und einem Besucherzentrum sollen auch die Grundrisse der Fundamente für Besucherinnen und Besucher zugänglich gemacht werden. Am Originalschauplatz werden die Dimensionen der Königspfalz veranschaulicht, indem ausgewählte Teile von Burg, Pfalz, Siedlung und Wallanlagen architektonisch angedeutet werden.

Hintergrund:
Die ottonische Königspfalz Helfta wurde um 2009 wiederentdeckt. Im Rahmen von Forschungsgrabungen des Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt (LDA) konnten unter anderem das Hauptgebäude der Pfalz, die vor 968 gestiftete Radegundiskirche sowie mächtige Befestigungsanlagen, Grubenhäuser, Öfen und Pfostenbauten aus der Karolinger- und Ottonenzeit freigelegt werden.