Die EU-Fördermittel in Höhe von insgesamt rund 1,17 Millionen Euro stammen aus dem Förderaufruf „Neues Europäisches Bauhaus – Industriekultur“ und gehen an die Freunde der Halle-Hettstedter Eisenbahn e. V. (398.642,60 Euro) sowie an KulturErbe Mansfeld-Saaletal e. V. (778.642,60 Euro).
Putz würdigte die Förderung als klares Bekenntnis für den Erhalt und die Weiterentwicklung des materiellen und immateriellen Erbes der regionalen Industriekultur. „Die historischen Eisenbahnstrecken erzählen von Menschen und ihrer Arbeit, die diese Regionen über Generationen geprägt haben. Diese Geschichte zu bewahren und auch kommenden Generationen auf den Weg zu geben, ist unsere gemeinsame Verantwortung.“
Das übergeordnete Ziel des Projekts besteht darin, die Industrie- und Bergbaugeschichte Sachsen-Anhalts miteinander zu vernetzen und erlebbar zu machen. Die Mittel sind bestimmt für Planungsleistungen zur Sanierung des Bahnhofsgebäudes in Gerbstedt, in das nach Fertigstellung ein Informations- und Dokumentationszentrums einziehen wird. Darüber hinaus sind konzeptionelle Arbeiten für die Erstellung eines Marketingkatalogs, historische Busfahrten und die Reaktivierung eines Triebwagens geplant.
Hintergrund:
Das Netzwerkprojekt „Am Eisernen Band“ besteht aus sieben unter Denkmalschutz stehenden Eisenbahnstrecken: Halle-Hettstedter Eisenbahn, Mansfelder Bergwerksbahn, Wippertalbahn, Parkeisenbahn Vatterode, Rübelandbahn, Harzer Schmalspurbahn sowie der Harzquer- und Brockenbahn. Um die Strecken mit ihren unterschiedlichen Spurweiten zu erhalten und weiterzubetreiben, erhält das Verbundprojekt im Rahmen der Richtlinie „Neues Europäisches Bauhaus“ aus dem Just Transition Fonds der EU-Kommission als eines von elf Projekten eine Förderung.
