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Industriekulturprojekt „Am Eisernen Band“ erhält rund 1,17 Millionen Euro

Für den Erhalt der Industriekultur entlang der ehemaligen Bahnlinie zwischen Halle (Saale) und dem Brocken hat Kulturstaatssekretär Dr. Sebastian Putz dem Verbundprojekt „Am Eisernen Band – Schaffung eines Begegnungs-, Informations- und Dokumentationszentrums für Anwohner und Touristen“ zwei Fördermittelbescheide überreicht.

Die EU-För­dermittel in Höhe von insgesamt rund 1,17 Millionen Euro stammen aus dem Förder­aufruf „Neues Europäisches Bauhaus – Industriekultur“ und gehen an die Freunde der Halle-Hettstedter Eisenbahn e. V. (398.642,60 Euro) sowie an Kultur­Erbe Mansfeld-Saaletal e. V. (778.642,60 Euro).

Putz würdigte die Förderung als klares Bekenntnis für den Erhalt und die Weiterentwicklung des materiellen und immateriellen Erbes der regio­nalen Industriekultur. „Die historischen Eisenbahnstrecken erzählen von Menschen und ihrer Arbeit, die diese Regionen über Generationen geprägt haben. Diese Geschichte zu bewahren und auch kommenden Generationen auf den Weg zu geben, ist unsere gemeinsame Verant­wortung.“

Das übergeordnete Ziel des Projekts besteht darin, die Industrie- und Bergbaugeschichte Sachsen-Anhalts mit­einander zu vernetzen und erleb­bar zu machen. Die Mittel sind bestimmt für Planungsleistungen zur Sanierung des Bahnhofsgebäudes in Gerbstedt, in das nach Fertig­stellung ein Informations- und Dokumen­ta­tionszentrums einziehen wird. Darüber hinaus sind konzeptionelle Arbeiten für die Erstellung eines Marketingkatalogs, historische Busfahrten und die Reak­tivierung eines Triebwagens geplant.

Hintergrund:

Das Netzwerkprojekt „Am Eisernen Band“ besteht aus sieben unter Denkmalschutz stehenden Eisenbahnstrecken: Halle-Hettstedter Eisenbahn, Mansfelder Bergwerksbahn, Wippertalbahn, Parkeisenbahn Vatterode, Rübelandbahn, Harzer Schmalspurbahn sowie der Harzquer- und Brockenbahn. Um die Strecken mit ihren unterschiedlichen Spurweiten zu erhalten und weiterzubetreiben, erhält das Verbundprojekt im Rahmen der Richtlinie „Neues Europäisches Bauhaus“ aus dem Just Transition Fonds der EU-Kommission als eines von elf Projekten eine Förderung.