Die Projekte werden zu 100 Prozent aus dem europäischen Just Transition Fond (JTF) im Rahmen der Landesinitiative zum Neuen Europäischen Bauhaus (NEB) gefördert.
In seinem Grußwort würdigte Robra die lange Tradition Sachsen-Anhalts als innovativer Industriestandort: „Orte wie die Peter Behrens Kraftmaschinenhalle oder das Bauhaus Dessau stehen für eine enge Verknüpfung von wirtschaftlichem und kulturellem Fortschritt, der bis in unsere Gegenwart wirkt. Auch deswegen fördern wir den Erhalt und Pflege unseres industriekulturellen Erbes entschieden. Von Arendsee bis Zeitz: Ich lade Sie herzlich ein, Sachsen-Anhalts Industriekultur zu entdecken.“
Die folgenden Projekte werden gefördert:
- Das Projekt „Zukunftsschmiede Industriekultur: Jugend gestaltet Wandel“ mit den Verbundpartnern Bildungszentrum Wolfen-Bitterfeld e. V. und Forum Rathenau e. V., Bitterfeld-Wolfen, erhielt als modellhaftes Bildungsprojekt zu nachhaltigen Berufswegen mit niedrigschwelligen, praxisnahen Angeboten für Jugendliche vor Ort eine bewilligte Förderung in Höhe von insgesamt rund 1,29 Millionen Euro (Bildungszentrum Wolfen-Bitterfeld e. V.: rund 870.000 € / Forum Rathenau e. V., Bitterfeld-Wolfen: rund 420.000 €)
- Die Verbundpartner Kulturpark e. V. und der Verein Jugendclub 83 e. V., beide aus Bitterfeld-Wolfen, konnten sich über zwei Fördermittelbescheide in der Höhe von rund 710.000 € und rund 260.000 € für das Projekt „Festival OSTEN. Ein Ort für Industriekultur. Ein Ort für die Zukunft“ für den Bau eines mobilen Pavillons freuen. Dieser Pavillon wird gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern der Region entwickelt und als multifunktionaler Versammlungs- und Austauschort beim Festival OSTEN 2026 und ab 2027 als Teil des neu eröffneten Kinos Wolfen Verwendung finden.
- Mit „SAL TSA“, einem Konzept für die Sanierung und Wiedernutzung der noch leerstehenden Salinegebäude in Halle (Saale), erhalten Science2public e. V. rund 395.000 Euro und die Stadt Halle (Saale) rund 540.000 Euro. Es werden ressourcen-schonende, innovative Ansätze wie jahreszeitenabhängige Nutzungen, „Haus-in-Haus“-Systeme oder Low-Tech-Konzepte vorangetrieben und das Salineareal für die Bevölkerung (wieder) entdeckt.
Weitere Informationen und Programm zum Tag der Industriekultur: www.industriekultur-sachsen-anhalt.de

