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Mehr als 23,5 Millionen Euro für Ausbau der Hettstedter Anschlussbahn

Bund und Land fördern den umfassenden Schienenausbau der Hauptanschlussbahn Hettstedt im Rahmen der Förderrichtlinie „Sachsen-Anhalt Revier 2038“ (Investitionsgesetz Kohleregionen) mit insgesamt gut 23,5 Millionen Euro.

„Das Vorhaben steht sinnbildlich für den Strukturwandel der Region“, sagte die Ministerin für Infrastruktur und Digitales, Dr. Lydia Hüskens, heute in Hettstedt bei der Übergabe des Bewilligungsbescheides an Landrat André Schröder. Menschen und Wirtschaft im Landkreis Mansfeld-Südharz profitierten gleichermaßen vom Ausbau der wichtigen Verkehrsinfrastruktur. „Der Wandel wird nur gelingen, wenn neben neuen und guten Jobs auch eine zukunftsfähige Infrastruktur entsteht“, betonte die Ministerin.

Minister Sven Schulze sagte dazu: „Mit der modernen Anschlussbahn schaffen wir eine leistungsfähige Infrastruktur für die Firmen vor Ort. Das schafft Raum für neues Wachstum und weitere Ansiedlungen. Wir sichern damit gute Arbeitsplätze für die Menschen in der Region. So stärken wir Hettstedt und die Region Mansfeld-Südharz nachhaltig als Industriestandort. Das ist ein klares Signal an unsere Wirtschaft: Sachsen-Anhalt ist ein verlässlicher Partner für Wachstum und Innovation.“

„Der Industriestandort Hettstedt/Mansfeld ist von großer Bedeutung und wird im Rahmen des Strukturwandels ausgebaut. Die Anschlussbahn ist dabei notwendig, denn sie schließt nicht nur die hier ansässigen Unternehmen an die Schiene an, sondern soll auch neue Ansiedlungen ermöglichen. Zudem ist die Anschlussbahn eine erhebliche Entlastung für die Anwohner der umliegenden Ortschaften, weil Lkw-Transporte auf den Straßen wegfallen“, erklärte Landrat André Schröder.

Im Industriegebiet Hettstedt/Großörner nutzen mehrere Unternehmen die Anschlussbahn. Insofern trägt die umfassende Ertüchtigung der Gleise dem enormen Entwicklungspotential des infrastrukturell günstig gelegenen Industriestandortes Rechnung.

Mit der klaren Zielstellung, die Zukunftsfähigkeit der Strecke durch Erhöhung der Transportvolumina und Geschwindigkeiten zu stärken, soll auch eine stärkere Verlagerung des Gütertransports auf die Schiene erreicht werden.

So wird die Zukunft der bestehenden Unternehmen gesichert. Zugleich werden die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass sich neue ansiedeln.

Geplant sind insgesamt sechs Bauabschnitte, in denen bis zum Jahr 2035 neben der Modernisierung des Gleisnetzes und der Herstellung neuer Fahrgleisanbindungen auch die Ertüchtigung von sechs Brücken realisiert werden sollen.

Insgesamt investiert der Landkreis mehr als 25 Millionen Euro in das Vorhaben.

Quelle: Ministerium für Infrastruktur und Digitales