Jürgen Ude, Staatssekretär für Strukturwandel und industrielle Großprojekte, hat im Rahmen der Projektreihe im April und Mai prämierte Projekte besucht. Die ausgezeichneten Ideen gehören zu den bislang rund 450 Vorhaben, die im Ideenwettbewerb REVIERPIONIER prämiert wurden. Bereits im vergangenen Jahr fanden zwei Touren statt.
Dr. Jürgen Ude, Staatssekretär für Strukturwandel, würdigte bei den Projektbesuchen insbesondere das große Engagement der Beteiligten und zeigte sich erfreut darüber, mit wie viel Liebe zum Detail aus Konzepten Orte und aus Ideen Lösungen werden: „Man sieht und spürt, was die Projekte ausmacht, wie sie entstanden sind und was ihre Ideengeber antreibt. Es ist schön zu sehen, wie Visionen Schritt für Schritt zur Realität werden und der Strukturwandel greifbar wird – mit den Menschen und für die Menschen.“
Im Rahmen der Projekttour stand am 22. April und am 6. Mai 2026 der Besuch mehrerer prämierter Projekte im Mittelpunkt. Die Veranstaltung richtete sich an geladene Gäste und bot vielfältige Einblicke in die nachhaltigen und kreativen Ansätze, mit denen Bürgerinnen und Bürger ihre Region aktiv gestalten. Bereits im vergangenen Jahr fanden zwei Touren statt.
Den Auftakt in diesem Jahr machte das Projekt „Zukunftsdorf Pauscha“ aus Pauscha (Burgenlandkreis). Mit dem Preisgeld des Ideenwettbewerbs legte der ebenso e. V. die Grundlage für eine Genossenschaftsgründung. Ziel des Vereins ist es, das historische Rittergut in Pauscha als leben-digen Begegnungs- und Entwicklungsort für die Region neu zu beleben.
Ebenfalls besucht wurde das Projekt „LesePionier: Gemeinsam stark für die Zukunft unserer Kinder“ in Tagewerben/Reichardtswerben (Burgenlandkreis). Das Projekt des Fördervereins der Grundschule Tagewerben-Reichardtswerben e. V. stärkt die Lesekompetenz von Grundschülerinnen und Grundschülern, indem ehrenamtliche Lesepatinnen und Lesepaten gewonnen und generationenübergreifende Begegnungen rund um das Lesen geschaffen werden.
Das Projekt „Ideenschmiede Zörbig“ aus Zörbig (Landkreis Anhalt-Bitterfeld) von Preisträger Marcel Städter versteht sich als Denkfabrik und Austauschplattform für Bürgerinnen- und Bürgerprojekte und anderen Initiativen. Hier werden Ideen von der ersten Skizze bis zum tragfähigen Konzept begleitet und neue Projekte für die Region angestoßen. Im Zuge des Projektes wurde eine Online-Beteiligungsplattform geschaffen.
In Cösitz (Landkreis Anhalt-Bitterfeld) setzt der Parkverein Cösitz e. V. mit dem Projekt „Natur- und Geschichtspfad im Ortsteil Cösitz“ einen Lehrpfad um, der historische und landschaftliche Besonderheiten der Region erlebbar macht und gleichzeitig die touristische und bildungstechnische Erschließung stärkt.
Den Abschluss der Tour bildete der Besuch des Projekts „Inklusiver Zukunftsgarten für Groß und Klein“ in Holzweißig (Landkreis Anhalt-Bitterfeld) des Klippel-Feil-Syndrom e. V. Mit dem Preisgeld schuf der Verein einen barrierefreien Begegnungs- und Erfahrungsraum für alle Generationen. Durchgeführt wurden u. a. Workshops zu nachhaltigen Themen, Veranstaltungen zum Thema Inklusion und Gemeinschaftstage zur Gartenpflege.
Weitere Termine der Veranstaltungsreihe „REVIERPIONIER on Tour“ folgen im Laufe des Jahres.
Hintergrundinformationen
Der Wettbewerb wird im Rahmen des Förderprogramms „Stärkung der Transformationsdynamik und Aufbruch in den Revieren und an den Kohlekraftwerkstandorten – STARK“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie gefördert.
Die Umsetzung des Ideenwettbewerbs erfolgt über die Europäische Metropolregion Mitteldeutschland (EMMD). Im länderübergreifenden EMMD-Netzwerk engagieren sich strukturbestimmende Unternehmen, Städte und Landkreise, Kammern und Verbände sowie Hochschulen und Forschungseinrichtungen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Für den Ideenwettbewerb koordiniert das Aufbauwerk Region Leipzig die Auszahlung der Preisgelder.
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