Im Mittelpunkt der Diskussion stand die Verbindung von Nachhaltigkeit, sozialer Inklusion und gestalterischer Qualität als Leitbild für die zukünftige Gestaltung von Städten, Gebäuden und Lebensräumen.
In diesem Rahmen würdigte Dr. Ude das Zusammenspiel von Bauhaus und Neuem Europäischen Bauhaus insbesondere mit Blick auf die Arbeit der Reallabore: „Das Neue Europäische Bauhaus schafft mit den Reallaboren Orte, in denen Fachkräfte, Designerinnen und Designer sowie Bürgerinnen und Bürger gemeinsam Lösungen für ihre Heimat entwickeln. Sie stellen sich dem Wandel und gestalten ihn gemeinsam. Denn Strukturwandel ist nicht nur ein industrieller Transformationsprozess, sondern bedeutet gesellschaftlichen Wandel. Regionale Identität ist dabei unser Motor.“
Dr. Barbara Steiner, Direktorin der Stiftung Bauhaus Dessau, sagt: „Das Bauhaus steht für Modernität, für Fortschritt, für den Glauben an die Zukunft und an die Technik und ist eng mit der industriellen und kulturellen Geschichte Mitteldeutschlands verbunden. Damals reagierte das Bauhaus auf die sozio-ökonomischen Herausforderungen mit Experimentierfreude und gestalterischen Experimenten. Das Neue Europäische Bauhaus befasst sich mit unseren heutigen Herausforderungen und erweitert die sozio-ökonomischen und ästhetischen Dimensionen um ökologische und inklusive Aspekte. In diesem Rahmen kann uns das Bauhaus heute dabei helfen, aus den Fehlern der Moderne zu lernen und Freude daran zu finden, eine Denkweise und ein Handeln zu entwickeln, basierend auf Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft.“
Den Impuls zur Einordnung der Bedeutung des historischen Bauhauses und des Neuen Europäischen Bauhauses im europäischen und regionalen Kontext gaben Staatssekretär Dr. Jürgen Ude gemeinsam mit Direktorin Davinia Wood, Generaldirektion Regional- und Stadtpolitik, Europäische Kommission und Tanya Hristova, erste stellvertretende Vorsitzende der SEDEC.Kommission. In den zwei Panel-Diskussionen wurde die Fragen, wie kleine Städte und ländliche Räume zu Orten für Innovation und Transformation werden können sowie zur zukünftigen Rolle ortsbezogener Innovationsansätze in europäischen Transformationsprozessen diskutiert. Ein Fazit zogen Direktor des Europäischen Ausschuss der Regionen, Thomas Wobben, und Mikel Landabaso, Direktor für faire und nachhaltige Wirtschaft, Gemeinsame Forschungsstelle, Europäische Kommission.

